Erdmannhausen feiert!

1200 Jahre | 816 - 2016

In einer Schenkungsurkunde Kaiser Ludwigs des Frommen wird Erdmannhausen im Jahr 816 erstmals urkundlich erwähnt. Erste Siedlungen gab es bereits früher. Dies belegen Lesefunde aus der Frühgeschichte.

 

Erdmannhausen feiert 1200 Jahre und blickt dabei auf seine Geschichte zurück. 1200 Jahre Veränderung, Freude aber auch Krieg, Leid und Not. Einen historischen Rückblick in Bildern, Gemälden, Gegenständen, Wort und Schrift haben Verwaltung und ehrenamtlich Engagierte für Sie zusammengestellt. Und auch das Feiern kommt nicht zu kurz. Mit Konzerten für Jung und Alt sowie dem Kindertheater ist für jeden etwas dabei.

Auf diesen Seiten finden Sie nähere Informationen aus und zu unserem Jubiläumsjahr.

Erdmannhausen feiert 1200 Jahre - feiern Sie mit!

 

 

816

Mit einer auf dieses Jahr datierten echten Schenkungsurkunde Kaiser Ludwigs des Frommen tritt Erdmannhausen ins Licen Erdmann (Hartmann) über Erdmerßhusen (1494) zu Ertmanshusen (1528) und Ertmanhausen (1699), wobei das Genitiv-s in Erdmannshausen aber noch im 20. Jahrhundert zu finden ist. Der Rufname setzt sich aus den alten Wortstämmen *erkan „echt, rein, edel“ und -mâr(a) „berühmt, bekannt“ zusammen. Das Grundwort des Siedlungsnamens -hausen (-husen) steht als Plural zu dt. Haus, ahd. hûs.

Mit einer auf dieses Jahr datierten echten Schenkungsurkunde Kaiser Ludwigs des Frommen tritt Erdmannhausen ins Licht der schriftlich überlieferten Geschichte. Der Kaiser überträgt dem Kloster Murrhardt als Grundausstattung das Lehensrecht an „Ercka[n]mereshausen“ mit Kirche und Hof. Der Ortsname bedeutet die „Häuser/Siedlung des Erkanmar“. Die heutige Form des Ortsnamens entwickelt sich unter Angleichung an den Rufnamen Erdmann (Hartmann) über Erdmerßhusen (1494) zu Ertmanshusen (1528) und Ertmanhausen (1699), wobei das Genitiv-s in Erdmannshausen aber noch im 20. Jahrhundert zu finden ist. Der Rufname setzt sich aus den alten Wortstämmen *erkan „echt, rein, edel“ und -mâr(a) „berühmt, bekannt“ zusammen. Das Grundwort des Siedlungsnamens -hausen (-husen) steht als Plural zu dt. Haus, ahd. hûs.

972

Balderichvertrag. Am 29. Januar gibt Bischof Balderich von Speyer dem Diakon Wolvald in einem Vertrag einige linksrheinische Orte zu Lehen. Im Gegenzug tritt Wolvald der Speyerer Bischofskirche seinen Besitz in Marbach mit dem dortigen Fronhof und 12 weitere Orte im Neckar-Murr-Gebiet, u.a. Benningen, Steinheim, Weikershausen (bei Erdmannhausen, später abgegangen), Erdmannhausen, Affalterbach, Rielingshausen, Aspach ab. Wolvald behält jedoch bis zu seinem Tod die Nutznießung an diesen Besitzungen.

1100–1279

Mit Wernher de Erckmarshusen (1105-20) , Wolfram de Erchemerhusen (1241) und Albrecht Känlin genant von Ertmarshusen (1279) ist ein Ortsadel bezeugt, der spätestens mit Wolfram zu den württembergischen Lehensleuten zählt. Deren Herrenhof lag in der Nähe des alten Rathauses, nahe beim ehemaligen Dorfbrunnen, bzw. Rathausbrunnen. An der durch die Mittelgasse gebildeten Achse Herrenhof-Kirche sind sicher im Laufe der Zeit die ersten neuen Höfe entstanden.

1300

Beginn des Baus der St. Januariuskirche – zunächst mit dem massiven Kirchturm. Aber bereits vorher gab es eine Holzkirche. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Januariuskirche.

1390

Mit dem Tode von Brennmaul II. von Oßweil fällt ein Viertel Erdmannhausens, das die Herren von Oßweil als Lehen von Württemberg ab 1366 besaßen, an die Landesherren zurück.

1425

Conrad von Sontheim verkauft seine Hälfte von Erdmannhausen an Württemberg und Johann von Vennigen sein Viertel. Danach ist Erdmannhausen vollständig Eigentum der Grafen von Württemberg.

1473

Die Bugmühle, die noch lange Buchmühle (d.h. an Buchen gelegene Mühle) heißt, wird zum ersten Mal erwähnt.

1517-1634

Zeigenössische Chronik auf einem Quaderstein an der Südwestecke der Januariuskirche mit Jahreszahlen und der Erwähnung katastrophaler Ereignisse für die Bürger. Weitere Informationen über die "Schreienden Steine" finden Sie auf der Homepage der Januariuskirche.

1525

Zahlreiche Erdmannhäuser schließen sich während des Bauerkriegs dem Bottwartaler Haufe unter Führung des Großbottwarer Gastwirts Matern Feuerbacher an. Nach der verheerenden Niederlage der württembergischen Bauern in der Schlacht bei Böblingen am 12. Mai werden 17 gefangen genommene Erdmannhäuser in Marbach vor Gericht gestellt und zu empfindlichen Geldstrafen verurteilt.

1534

Reformation in Württemberg. Peter Gscheidlin ist erster lutherischer Pfarrer in Erdmannhausen.

1555

Die Patronatsherrschaft des Klosters Murrhardt über Erdmannhausen endet. Der jetzt lutherische Abt verkauft Kirche und Kaplanei in Erdmannhausen an Herzog Christoph. Nach dem Ende der weltlichen Herrschaft durch die Grafen von Württemberg im Jahre 1425 hört nun auch in Erdmannhausen die kirchliche Herrschaft des Klosters Murrhardt auf. Diese bisherige weltliche und kirchliche Herrschaft über Erdmannhausen symbolisiert das 1954 durch Gemeinderatsbeschluss festgelegte und von der Landesregierung zusammen mit der Flagge in Blau-Gelb (Blau-Gold) festgelegte Ortswappen mit württembergischer Hirschstange und Abtsstab.

1580

In der Großen Hardtwaldordnung werden die Rechte und Pflichten am Hardtwald, den die Gemeinden Marbach, Pleidelsheim, Steinheim, Erdmannhausen, Murr, Benningen und Beihingen als gemeinsamen Besitz genossenschaftlich verwalten, genau und ausführlich festgelegt.

1582

Das erste Rathaus in Fachwerkbauweise mit einem Erdgeschoss aus Stein wird zum ersten Mal erwähnt. Es steht am nördlichen Ausgang der Rathausgasse.

1618-1648

Dreißigjähriger Krieg 1626 sterben 253 Erdmannhäuser, d.h. 40 % der Bevölkerung, vermutlich an einer von Truppen in den Ort eingeschleppten Seuche. 1634 kämpfen Männer aus Erdmannhausen als Teil der württembergischen Miliz in der verheerenden Schlacht bei Nördlingen gegen das kaiserlich-katholische Heer, das siegreich ist. Die Zahl der Gefallenen Erdmannhäuser ist nicht bekannt. 1635 lagern kaiserlich Soldaten in Erdmannhausen, die hier wie Vandalen hausen. 1644 brennt das Pfarrhaus ab. 1655 stehen hier nur noch 13 bewohnbare Gebäude gegenüber 95 im Jahre 1629 und die Zahl der Einwohner ist von 630 auf 89 gesunken.

1622

Erdmannhausen hat 630 Einwohner.

1693

Französische Truppen fallen während des Pfälzischen Erbfolgekriegs (1688-1697) in das Amt Marbach ein. Die Amtstadt Marbach wird in Schutt und Asche gelegt. In Erdmannhausen brennen 4 Scheunen und 8 Wohnhäuser nieder und nebst Kirche und Rathaus werden sämtliche Gebäude ausgeraubt.

1702

Erdmannhausen hat 337 Einwohner.

1786

Herzog Carl Eugen verkauft das Regiment Württemberg, das sog. „Kapregiment“ (1786-1808), an die Holländisch-Ostindische Kompanie zum Schutz ihrer überseeischen Niederlassungen. Vier Erdmannhäuser lassen sich für den Dienst in diesem neuen Regiment anwerben, das im Laufe der folgenden Jahre nahezu vollständig untergeht. Keiner der vier Männer aus Erdmannhausen sieht die Heimat wieder.

1808

Erdmannhausen hat 1004 Einwohner. Mit dem Aufzug von Pfarrer M. Friedrich Reichenbach wird das Pfarrhaus zu einem kulturellen Zentrum. Die drei Geschwister Reichenbach – Friedrich und Johanna Franziska, die beide unverheiratet sind, und die bekannte schwäbische Malerin Ludovike Simanowiz, geb. Reichenbach, die ihren kranken Mann jahrelang pflegt – sprechen und diskutieren häufig zusammen mit dem Affalterbacher Pfarrer Johann Gottfried Pahl über Literatur, Kunst und „leise“ über die Politik des despotischen Königs Friedrich I. von Württemberg.

1812

Eine württembergische Felddivision von 15.800 Mann nimmt als Teil der Großen Armee Napoleons I. am Feldzug gegen Russland teil, darunter 12 Männer aus Erdmannhausen. Nach der Niederlage der Truppen des französischen Kaisers und der fast vollständigen Vernichtung der württembergischen Division kehrt lediglich einer der Erdmannhäuser Soldaten nach Erdmannhausen zurück.

1813

Der Kirchhof wird durch den neuen Friedhof am damals nördlichen Ende des Ortes ersetzt. Er muss immer wieder erweitert werden. In Ausnahmefällen wird aber noch auf dem alten Kirchhof beerdigt, so Pfarrer Friedrich Reichenbach 1839.

1830/1831

Das bereits lange Zeit geplante neue Schulhaus an der Schulstraße bei der Kirche wird gebaut.

1837

Bau des Gemeindebackhauses im Bereich Kirche-Pfarrhaus.

1863

Die neue Schweißbrücke wird dem Verkehr übergeben.

1870-1871

Deutsch-Französischer Krieg. Frankreich erklärt 1870 Preußen den Krieg. Zu den Süddeutschen Staaten, die sich Preußen im Deutsch-Französischen Krieg anschließen, gehört Württemberg. Nach der Niederlage Frankreichs hat Erdmannhausen drei Opfer zu beklagen.

1878

Eine neu organisierte Pflichtfeuerwehr wird gegründet.

1881

Mit der Ernennung des Verwaltungsfachmanns Hermann Pfähler zum Schultheiß geht die Zeit der nebenamtlich tätigen und aus dem Ort stammenden Bauernschultheißen zu Ende.

1892

Die erste Postagentur wird eingerichtet. Schultheiß Pfähler betreibt sie in seinem Haus. Seine Frau ist Privatpostgehilfin, und der Amtsbote Wilhelm Bärlin stellt die Post zu.

1893

Auf Anregung des Schultheißen Pfähler Gründung des Männergesangvereins.

1899

Nach langen Bemühungen Pfählers, seine Gemeinde an das württembergische Schienennetz anzuschließen, kann schließlich in diesem Jahr der Haltepunkt Erdmannhausen-Rielingshausen an der Strecke Marbach-Backnang in Betrieb genommen werden.

1906

Am 25. November wird für die 36 Methodisten am Ort die ev. methodistische Kapelle in der Kirchstraße eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgen Umbauten und 2001 ein Anbau.

1910

Auf Betreiben Pfählers wird die Genossenschaft Murr-Elektrizitätswerk zur Errichtung eines Elektrizitätswerks an der Murr (zwischen Kirchberger Mühle und Burgstaller Neumühle) gegründet. Erdmannhausen ist eine der per Vertrag angeschlossenen Gemeinden. Der Bau des Elektrizitätswerks scheitert jedoch.

1911

Die Verträge des Murr-Elektrizitätswerks gehen auf das Elektrizitätswerk Beihingen-Pleidelsheim über. Erdmannhausen bezieht jedoch zunächst Strom von den Esslinger Neckarwerken. 12 Stellen im Ort erhalten Licht, so z.B. das Rathaus und die Volksschule. Der SPD-Arbeiterverein wird gegründet.

1914

Pfählers Bemühungen, die Wasserknappheit in Erdmannhausen durch den Anschluss an die zwei Jahre zuvor geschaffene „Landeswasserversorgung“ zu beheben, scheitert trotz Stuttgarter Fachberatung an den Vorurteilen des Gemeinderats und des Bürgerausschusses.

1918

Erster Weltkrieg Lebensmittelrationierung. Im Frühjahr 1917 müssen die Prospektpfeifen aus der Kirchenorgel von 1865 und die beiden großen Kirchenglocken wegen ihres hochwertigen Metalls für Kriegszwecke abgeliefert werden. Während der Krieges werden in Deutschen Reich neun Kriegsanleihen ausgegeben, die 98 Milliarden Mark einbringen. Damit werden ca. 60 % der Kriegskosten gedeckt. Der Propaganda für die finanzielle Unterstützung des Krieges kann sich auch die Kirchengemeinde nicht entziehen. Zwischen 1917 und 1918 zeichnet sie drei Kriegsanleihen zu je 2.000,- Mark. 51 Erdmannhäuser kehren aus dem Krieg nicht zurück.

1926

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.

1931

Einweihung des vom Arbeiterverein gebauten Arbeiterheims.

1933

Beginn der NS-Herrschaft. Am 21. Januar wird Wilhelm Borth zum Bürgermeister gewählt. Er ist seit 1930 Mitglied der NSDAP. Im März demonstrative Besetzung des Arbeiterheims durch Männer der SA. Umbenennung der Piemonteserstraße in Hindenburgstraße und der Schulstraße in Adolf-Hitlerstraße. Im Juni Verbot der SPD und Auflösung des Arbeitervereins.

1934

Nach dem Tode des Reichspräsidenten von Hindenburg werden die Gemeinderäte und Gemeindebeamten auf die Person „des Führers des Deutschen Reiches und Volkes Adolf Hitler“ vereidigt. Pfarrer Dr. Wilhelm Oehler wird zum entschiedenen Widersacher der nationalsozialistischen Ideologie und bekämpft als Mitglied der „Bekennenden Kirche“ die Kirchenbewegung „Deutsche Christen“, die eine am Führerprinzip und an der NS-Volkstumsideologie orientierte „artgemäße“ und überkonfessionelle Nationalkirche schaffen will.

1935

Der bereits 1933 weitgehend beseitigten Selbstverwaltung der württembergischen Gemeinden wird durch die „Deutsche Gemeindeordnung“ vom 30. Januar ein völliges Ende bereitet. 6 Mitglieder der NSDAP werden vom NSDAP-Kreisleiter als Gemeinderäte vorgeschlagen und nach Einverständnis des Bürgermeisters in ihr Amt berufen. Sie haben nur noch beratende Funktion. Dem Bürgermeister als dem Führer der Gemeinde stehen zwei Beigeordnete als Vertrauensleute der NSDAP zur Seite.

1937

Einweihung eines Freibads an der Bahnhofstraße. 30 Jahre danach wird es vor allem wegen hygienischer Mängel geschlossen.

1938

Im Rahmen der Auflösung der 1806 geschaffenen 64 württembergischen Oberämter endet auch die Existenz des Oberamts Marbach. Erdmannhausen gehört seitdem zum Kreis Ludwigsburg. Eröffnung der von NSV-Kindertagesstätte in der Affalterbacher Straße. Die Kindergärtnerin hat die Kleinen nach nationalsozialistischen Grundsätzen, vor allem in emotionaler Bindung an den Führer, zu erziehen.

1939-1945

Zweiter Weltkrieg. Lebensmittelrationierung. Seit 1940 sind in Erdmannhausen etwa 20 französische Krieggefangene untergebracht, die gut behandelt werden. Drei Erdmannhäuser fallen 1940 und 1941 der sog. „Euthanasie“, der Ermordung von psychisch Kranken und geistig Behinderten in den Tötungsanstalten Grafeneck und Hadamar durch Vergasung zum Opfer. Zwei weitere werden 1945 in Zwiefalten und Winnenden getötet. Ab 1941 arbeiten russische Frauen und Männer als „Fremdarbeiter“ im Steinwerk. Sie werden einigermaßen menschlich behandelt. Am 7. April 1945 erfolgt ein Tieffliegerangriff, bei dem zwei Personen getötet werden und mehrere

 

Wohnhäuser im Bereich des Biegel abbrennen. Der Ort soll evakuiert werden, doch Bürgermeister Gneitung widersetzt sich den Anordnungen der Behörden und des NSDAP-Ortsgruppenleiters. Vor dem Abzug deutscher Truppen wird am 20. April die 1863 erbaute Schweißbrücke von Pionieren der Waffen-SS gesprengt und der kleine Bahnhof durch amerikanischen Artilleriebeschuss zerstört, wobei ein Einwohner ums Leben kommt. Nach Abzug der deutschen Soldaten besetzen Amerikaner am 21. April Erdmannhausen. 138 Männer sind als Gefallene oder Vermisste Opfer des Zweiten Weltkriegs.

1945

Am 22. Mai 1945 wird die ehemalige NSV-Kindertagesstätte als Gemeindekindergarten neu eröffnet. Weitere Kindergärten entstehen 1971 in der Goethestraße und 1991 in der Kirchenfeldstraße.

1946

Im Januar findet die erste freie Wahl von 12 Gemeinderäten nach dem Kriege statt. Vom Wahlvorschlag der SPD erhalten Mandate: Albert Kienzle, Ernst Ruoff, Ernst Bay, Robert Glock, Emil Jenner, Paul Bauer und Emil Bauer; vom Wahlvorschlag der liberalen Demokra-tischen Volkspartei (DVP) werden Otto Stegmaier, Albert Jenner, Eugen Stegmaier, Karl Reiner und Karl Kleinknecht in den Gemeinderat gewählt.

1948

Die erste Bürgermeisterwahl nach dem Krieg gewinnt Ernst Trefz. In der Aufbauphase jener Zeit macht er sich um die Gemeinde sehr verdient. Im Dezember 1963 stirbt er überraschend nach einem Dienstunfall. In seinem Grabstein auf dem Friedhof ist das Gemeindewappen eingemeißelt.

1949

Die Einwohnerzahl steigt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor allem wegen der Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten von rund 1500 auf 2000.

1950

Die neu gebaute Schweißbrücke wird dem Verkehr übergeben. Sie ersetzt die 1945 errichtete Behelfsbrücke aus Holz.

1954

Am 2. Januar Einweihung des neuen Volksschulgebäudes in der Goethestraße. 1960 und 1995 werden zwei weitere Gebäude der heutigen Astrid-Lindgren-Grundschule eingeweiht.

1963

Die Flurbereinigung beginnt. Die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung konstituiert sich unter dem Vorsitz des Landwirts und Gemeinderats Rudolf Stegmeier.

1964

Ein Gemeindeklärwerk bei der Bugmühle wird in Betrieb genommen. 1998 kommt mit dem Anschluss an den Zweckverband Gruppenklärwerk „Haldenmühle“ (Stadt Marbach) das Ende der gemeindeeigenen Kläranlage.

1967

Das alte Rathaus wird abgerissen. Am 4. November wird das daneben gebaute neue Rathaus an der Pflasterstraße eingeweiht.

1968

Erdmannhausen tritt dem Zeckverband „Landeswasserversorgung“ bei.

1971

Mit Beginn des Jahres erfolgt die Wasserversorgung mit Landeswasser. Am 2. November wird die katholische Kirche eingeweiht. Damit haben die seit Ende des Zweiten Weltkriegs zugezogenen zahlreichen Katholiken eine eigenes Gotteshaus am Ort, in dem noch bis 1900 kein einziger Katholik wohnte.

1972

Siegfried Menner wird am 5. März zum Bürgermeister der Gemeinde Erdmannhausen gewählt.

1973

Einweihung der Schulturnhalle am 14. Juli mit einem Tag der offenen Tür am darauffolgenden Sonntag.

1974

Bürgermeister Siegfried Menner kämpft zusammen mit dem Gemeinderat und einem 13-köpfigen Bürgerausschuss gegen die während der Gemeinde- und Kreisreform von der Landesregierung betriebene Eingemeindung Erdmannhausens in die Stadt Marbach. Bei zwei Bürgeranhörungen 1973 und Anfang 1974 stimmen jeweils gut 90 Prozent der Bürger gegen den Zusammenschluss mit Marbach. Die drei Landtagsfraktionen und der Verwaltungsreformausschuss sprechen sich ebenfalls für den Teilverwaltungsraum Erdmannhausen aus. Schließlich beschließt der Landtag im Sommer 1974 den Erhalt der Selbständigkeit Erdmannhausens.

1984

Am 10. Mai erhält die Freiwillige Feuerwehr ein modernes Feuerwehrmagazin in der Blumenstraße.

1989

Einweihung der Mehrzweckhalle „Halle auf der Schray“ an der Affalterbacher Straße, die das viel zu kleine Vereinsheim des GSV, das ehemalige Arbeiterheim, und die daran angebaute Turnhalle von 1957 ersetzt.

1997

Das Kleeblatt-Pflegeheim am Simanowizweg wird eröffnet.

1998

Anschluss der Gemeinde Erdmannhausen an das Gruppenklärwerk Häldenmühle

2003

Eröffnung des Jugendhauses „Calypso“ bei der Halle auf der Schray.

2004

In einer kleinen Feierstunde wird am Sonntag, dem 14. März, die Aussegnungshalle auf dem Friedhof der Bevölkerung übergeben. Bürgermeister Menner geht nach 32-jähriger Amtszeit in den selbst gewählten Ruhestand.

2007

Der bereits unter Bürgermeister Menner im Rahmen der Ortskernsanierung II auf den Weg gebrachte völlige Umbau des Rathauses von 1967 wird unter seinem 2004 gewählten Nachfolger Lutz Schwaigert Wirklichkeit. Am 25. April wird das neue Haus mit einem Festakt eingeweiht und am Sonntag, dem 29., mit einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung übergeben.

2008

Die Landeswasserversorgung Baden-Württemberg übernimmt die technische Betriebsführung der Wasserversorgung von Erdmannhausen. Sie bleibt aber im Eigentum der Gemeinde.

2009

Beginn der Nachmittagsbetreuung von Grundschülern an der Astrid-Lindgren-Schule. Eine Betreuung von 7-17 Uhr ist gewährleistet.

2011

Der Bürgergarten in der Pflasterstraße wird eingeweiht und der Wasserbehälter Lemberg wird in Betrieb genommen.

2012

Mit Birgit Flaig wird erstmals eine Frau als Bürgermeisterin in der Gemeinde Erdmannhausen gewählt.

2013

Das Kinderhaus Kunterbunt wird nach nur einjähriger Bauzeit fertiggestellt. Kinder ab einem Jahr werden zunächst in 3 Gruppen betreut.

2014

Mit dem Beitritt der Gemeinde Erdmannhausen zur KAWAG Netze AG Co. KG wird das Stromnetz rekommunalisiert.

2015

Die Erschließungsarbeiten im Ellenberg III sind abgeschlossen. Auf dem Friedhof werden mit Urnenstelen und einem Baum der Erinnerung neue Urnenbestattungsformen geschaffen.

2016

Die Gemeinde Erdmannhausen feiert 1200 Jahre.